Das Jahr des Kalks

Eine junge Künstlerin und Mutter muss sich von ihrem geliebten Onkel verabschieden, der im Sterben liegt. Dabei denkt sie unweigerlich an ihren Vater, der in ihrer Kindheit ihre Familie verlassen hat. In ihrer Auseinandersetzung mit diesem doppelten Schmerz fängt sie an, sich immer mehr mit Kalk zu beschäfti­ gen. Schließlich ist sie mit ihrem Onkel immer gern in die Berge gegangen.
Indem sie dem Abstrakten etwas Konkretes entgegen­ setzt, indem sie Fossilien im Kalkstein freilegt oder eine Kalkbrennerei besucht, findet sie ihren eigenen Weg, ihre Trauer zu bewältigen. Dabei lernt sie nicht nur viel über sich selbst, sondern auch über die Natur, und ganz nebenbei entstehen Freundschaften, die von Dauer sind. Ein ebenso poetischer wie lebenskluger Roman über Vergänglichkeit, Versöhnung und den Stoff, aus dem das Leben ist.

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  • Roman
  • Dörlemann Verlag 2026
  • Hardcover
  • 180 Seiten
  • Website

Laura Vogt verbindet auf elegante, höchst raffinierte Weise das Große mit dem Kleinen, die Geschichte der Erde mit jener der Familie. Und taucht ein in das, was uns alle bewegt: Wie sind wir die geworden, die wir sind? Was für ein schönes, trauriges, beglückendes Buch. — Zora del Buono

Jahrelang war die Protagonistin an den Bruchkanten eines Verlusts entlanggewandert, dem sie jetzt eine so ungewöhnliche wie bildstarke Trauerarbeit folgen lässt: Sie beschäftigt sich mit Steinen, genauer gesagt, mit Kalk. (...) Eine metamorphotische Materialkunde, die lange nachwirkt. — Jutta Person, FALTER

Geschickt webt Laura Vogt ein Motivgeflecht: Es geht um Materie, um die Textur von Leben, um das, was von einem Menschen bleibt, wenn er geht. Staub, Kalk. — SWR Bestenliste, April 2026

Aus der Geschichte zweier Verlust schält sich das Wesentliche heraus; aus persönlichen, biografisch verankerten Erfahrungen weitet sich der Blick auf das Ganze, das Menschliche, das Erdgeschichtliche. Das Vergehen und Bleiben. — Bettina Kugler, St. Galler Tagblatt

Laura Vogts vierter Roman ist ein ungemein zarter, ein tastender. Eine literarische Erkundung, ein Erspüren (...). «Das Jahr des Kalks» ist beinahe durchscheinend, von grosser Ehrlichkeit. — Gallus Frei, literaturblatt.ch

«Das Jahr des Kalks» ist ein durchdachtes Buch, wohl strukturiert, einwandfrei geschrieben, flüssig und teilweise mit so schönen Übergängen, dass es eine wahre Freude ist. — Sara Conoci, Saiten Kulturmagazin

So gelingt Laura Vogt ein konzentriertes Buch über Trauer als Prozess der Verwandlung – und über die fragile Hoffnung, dass im Zerfall bereits der Keim eines neuen Anfangs liegt. — www.thurgaukultur.ch

Die Geschichte erzählt sensibel davon, wie ein Abschied das eigene Leben und den Blick auf die Welt verändert. (...) Besonders gefallen hat mir die poetische und gleichzeitig klare Sprache. — Sally Nützel, Buchhandlung Wörternest, Rüti

Ein absolut berührend-überragender Roman. — Johannes Sobtzick, Buchhandlung «Haus des Buches», Stuttgart

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